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- Monday, der 13. March 2017 21:05 Uhr

Es ist zu 99,9 Prozent klar

Unser 05-Kapitän erklärt das Erfolgsrezept unseres Teams

MAINZ - Die Sektkorken knallten zwar noch nicht, doch der Jubel beim Tischtennis-Drittligisten FSV Mainz 05 war nach dem 6:3-Sieg gegen die zweite Mannschaft des ASV Grünwettersbach dennoch riesig. Selbst bei zwei Niederlagen ist den 05ern der Meistertitel und Aufstieg in die Zweite Bundesliga fast nicht mehr zu nehmen. Im AZ-Interview spricht Kapitän Dennis Müller über die Erleichterung nach dem Spiel, das Erfolgsrezept seines Teams und eine aufgeschobene, aber nicht aufgehobene Party.

Herr Müller, seien Sie ehrlich: Das Ding ist durch, oder?

Irgendwie fühle ich mich schlecht, das zu sagen, weil es noch nicht zu 100 Prozent feststeht. Aber eigentlich kann man sagen: Ja, wir sind Meister. Da müssten sich schon alle Spieler aus der ersten und zweiten Mannschaft das Genick brechen, damit es nicht klappt. Sagen wir, es ist zu 99,9 Prozent klar.

Wie haben Sie den Samstagabend erlebt?

Es waren 140 Zuschauer da, das ist absoluter Rekord. Das war schon eine andere Atmosphäre als sonst. Aber wir haben vor allem im Team Stimmung gemacht und uns gegenseitig angefeuert.

Konnten Sie sich auf Ihr zweites Einzel überhaupt konzentrieren? Am Nachbartisch hat Kiryl Barabanov mit einem ganz knappen Erfolg den Sieg perfekt gemacht.

Ich habe versucht, sein Spiel auszublenden, aber das war unmöglich. Ich habe dann die ganze Zeit rübergeguckt. Als er einen Matchball gegen sich hatte, habe ich gerade meinen Satz gewonnen. Dann habe ich die Satzpause etwas ausgedehnt, um bei ihm zuzuschauen. Als er dann gewonnen hatte, war ich froh, dass ich nicht mehr weiterspielen musste.

Und anschließend ging die Party los?

Es hat sich schon wie die Meisterschaft angefühlt, aber wir sind nicht eskaliert. Wir haben nur mit einem kleinen Kuchen gefeiert, weil die anderen sich auf den Weg zu den „Weißrussland Open“ gemacht haben. Nach dem letzten Spiel feiern wir dann richtig.

Wie gehen Sie die beiden letzten Partien – unter anderem gegen den Tabellenletzten Ansbach an?

Wir wollen keine Wettbewerbsverzerrung machen und alle gutes Tischtennis spielen. Auch wenn Torben Wosik für Ansbach drei Punkte holt, können wir das eigentlich nicht verlieren. Und dann haben wir den Aufstieg wirklich klar gemacht.

Was ist das Erfolgsrezept Ihres Teams?

Die Doppel und die mannschaftliche Geschlossenheit. Das macht mir auch Hoffnung für die kommende Saison. Wir haben vier gute Spieler, zwei gute Doppel und wir sind eine Mannschaft. Wir sind spielerisch nicht klar besser als die anderen, aber wir sind das bessere Team.

Das Interview führte Julia Sloboda.

Quelle: Allgemeine Zeitung

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